ENGAGE-KI: Künstliche Intelligenz im Engineering für den Mittelstand

Künstliche Intelligenz kann Entwicklungsprozesse beschleunigen, Engineering-Wissen besser nutzbar machen und Ingenieur:innen im Arbeitsalltag entlasten. Doch gerade im Mittelstand bleibt KI häufig auf einzelne Tools, Tests oder Pilotprojekte beschränkt. Das it’s OWL Leitprojekt ENGAGE-KI entwickelt praxisnahe Anwendungen für KI im Engineering – von Copiloten und KI-Agenten bis zu humanoider Robotik, Qualifizierung und Transferformaten für Unternehmen. ENGAGE-KI unterstützt Unternehmen dabei, Künstliche Intelligenz systematisch in Engineering-Prozesse zu integrieren.

Was ist ENGAGE-KI?

Künstliche Intelligenz kann Unternehmen dabei unterstützen, technische Systeme schneller, robuster und effizienter zu entwickeln. Sie analysiert Anforderungen, wertet Dokumentationen aus, bereitet Modelle vor, verbindet Wissen aus unterschiedlichen Quellen oder unterstützt bei wiederkehrenden Aufgaben im Engineering.

Viele mittelständische Unternehmen stehen jedoch vor der Frage, wie aus einzelnen KI-Experimenten produktive Anwendungen werden. ENGAGE-KI entwickelt dafür praxisnahe Lösungen für den Ingenieursalltag. Im Mittelpunkt steht nicht KI als Selbstzweck, sondern ihr Nutzen für Produktivität, Qualität, Wissenstransfer und Zusammenarbeit.

KI-Agenten, Copiloten und Wissensmanagement im Engineering

ENGAGE-KI konzentriert sich auf vier Technologiefelder, die für die Zukunft des Engineerings besonders relevant sind.

KI-basiertes Daten- und Wissensmanagement soll Unternehmen dabei helfen, vorhandenes Engineering-Wissen besser zu finden, zu strukturieren und nutzbar zu machen. Viele Informationen liegen heute verteilt in Dokumenten, Modellen, Datenbanken oder Erfahrungswissen einzelner Beschäftigter.

Copiloten für das Engineering unterstützen Ingenieur:innen bei typischen Aufgaben im Entwicklungsprozess – etwa bei Anforderungen, Modellen, technischer Dokumentation, Datenmigration oder Code.

KI-Agenten gehen einen Schritt weiter. Sie können Aufgaben zerlegen, Zwischenschritte planen, Werkzeuge nutzen und Ergebnisse zusammenführen. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten, wiederkehrende Aufgabenketten im Engineering vorzubereiten oder teilweise zu automatisieren.

Physische KI und humanoide Robotik machen KI auch in realen Arbeitsumgebungen erfahrbar. Unternehmen sollen besser einschätzen können, welche Anwendungsperspektiven humanoide Robotik bietet, was heute bereits realistisch ist und wo aktuelle Technologien noch an Grenzen stoßen.

Humanoide Robotik und physische KI im Mittelstand

ENGAGE-KI ist als siebenmonatige Leistungsoffensive angelegt. In kurzer Zeit sollen sichtbare Ergebnisse entstehen, die Unternehmen Orientierung geben und nach Projektende in weitere Transferangebote überführt werden können.

Das Projekt entwickelt Demonstratoren, Proofs-of-Concept und konkrete Anwendungen für den Engineering-Alltag. Unternehmen sollen dadurch schneller erkennen, welche KI-Anwendungen für ihre Entwicklungsprozesse relevant sind und wie sich erste Lösungen praktisch erproben lassen.

Ergänzend entstehen übertragbare Lösungsbausteine und Referenzarchitekturen. Dazu gehören Fragen wie Datenstrukturen, Schnittstellen, lokale oder hybride KI-Architekturen, KI-Hardware und die Integration in bestehende Engineering-Werkzeuge. Eine Demonstrations- und Lab-Infrastruktur macht außerdem physische KI-Systeme und humanoide Robotik unter realistischen Bedingungen erfahrbar.

Neben der Technologie betrachtet ENGAGE-KI auch Qualifizierung, Veränderungsprozesse und neue Formen der Mensch-KI-Zusammenarbeit. Denn KI verändert Aufgaben, Rollen und Entscheidungsprozesse. Unternehmen erhalten durch die Projektergebnisse Orientierung, wie sie KI im Engineering organisatorisch verankern und Beschäftigte frühzeitig einbinden können.

Was Unternehmen von ENGAGE-KI haben

ENGAGE-KI richtet sich an mittelständische Unternehmen, die KI im Engineering nicht nur ausprobieren, sondern systematisch nutzen wollen. Das Projekt hilft ihnen, relevante Anwendungsfelder zu erkennen, erste Lösungen zu erproben und den Einsatz von KI besser vorzubereiten.

Unternehmen profitieren durch schnellere Entwicklungsprozesse, weniger repetitive und dokumentationsintensive Tätigkeiten, bessere Nutzung von Erfahrungswissen und mehr Orientierung bei Copiloten, KI-Agenten und humanoider Robotik. Zugleich entstehen Demonstratoren, Qualifizierungsangebote und übertragbare Lösungsbausteine, die den Einstieg in KI-Anwendungen erleichtern.

Transfer über das it’s OWL Netzwerk

ENGAGE-KI baut auf bestehenden Kompetenzen und Vorarbeiten aus dem it’s OWL Netzwerk auf. Dazu gehören unter anderem Erfahrungen aus Arbeitswelt.Plus, dem KI-Marktplatz, dem Leistungszentrum Engineering Automation und weiteren Projekten im Bereich Systems Engineering und Künstliche Intelligenz.

Das Fraunhofer IEM bringt seine Forschungs- und Entwicklungskompetenz im Bereich KI-gestütztes Engineering ein. it’s OWL sorgt dafür, dass die Ergebnisse über Netzwerk-, Transfer- und Qualifizierungsformate in die Breite des Mittelstands getragen werden.

Austausch zu KI im Engineering

ENGAGE-KI ist eng mit den Transferformaten im it’s OWL Netzwerk verbunden. In den Fokusgruppen Engineering Automation und Applied AI kommen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Expert:innen zusammen, um konkrete Anwendungen von Künstlicher Intelligenz im Engineering zu diskutieren. Die Fokusgruppen vertiefen zentrale Themen aus ENGAGE-KI – darunter KI-Agenten, Copiloten, Datenstrukturen, Engineering-Prozesse und die Einführung von KI im Mittelstand.

ENGAGE-KI steht für „Leistungsoffensive für KI im Ingenieursalltag des Mittelstands“. Das it’s OWL Leitprojekt unterstützt Unternehmen dabei, Künstliche Intelligenz systematisch in Engineering-Prozesse zu integrieren. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Anwendungen für Entwicklung, Wissenstransfer, Zusammenarbeit und Qualifizierung.

KI-Agenten und Copiloten sollen Ingenieur bei typischen Aufgaben im Engineering unterstützen. Copiloten können etwa Anforderungen analysieren, technische Dokumentation aufbereiten oder bei Modellen und Code helfen. KI-Agenten gehen darüber hinaus: Sie können Aufgaben strukturieren, Zwischenschritte planen, Werkzeuge nutzen und Ergebnisse zusammenführen.

ENGAGE-KI verbindet mehrere Zukunftsthemen für das Engineering: KI-basiertes Wissensmanagement, Copiloten, KI-Agenten, humanoide Robotik, Qualifizierung und Transfer. Das Projekt betrachtet KI nicht nur als Technologie, sondern auch als Veränderung von Rollen, Aufgaben und Zusammenarbeit im Ingenieursalltag.

ENGAGE-KI wird vom Fraunhofer IEM und it’s OWL  umgesetzt. Das Fraunhofer IEM bringt seine Kompetenz im KI-gestützten Engineering ein. it’s OWL sorgt dafür, dass die Ergebnisse über Netzwerk-, Transfer- und Qualifizierungsformate in die Breite des industriellen Mittelstands getragen werden.