
Rechnen sich zirkuläre Geschäftsmodelle? Wirtschaftlichkeit frühzeitig bewerten
Zirkuläre Geschäftsmodelle gelten als zentraler Hebel für nachhaltige Wertschöpfung und das Erschließen neuer Märkte. Gleichzeitig stellen sie Unternehmen vor eine zentrale Frage: Rechnet sich das? Gerade in frühen Entwicklungsphasen fehlen häufig belastbare Daten zu Rücklaufquoten, Aufbereitungskosten, Nutzungszyklen, Erlösmodellen oder Partnerstrukturen.
Die Veranstaltung zeigt, wie Unternehmen zirkuläre Geschäftsmodelle trotz Unsicherheit wirtschaftlich bewerten und fundierte Entscheidungsgrundlagen schaffen können. Während klassische Geschäftsmodelle meist auf linearen Wertschöpfungslogiken beruhen, verändern zirkuläre Ansätze die ökonomischen Zusammenhänge grundlegend. Produkte werden nicht nur verkauft, sondern vermietet, zurückgenommen, aufbereitet, wiederverwendet oder recycelt. Dadurch entstehen neue Kosten- und Erlösstrukturen, zusätzliche Abhängigkeiten in Wertschöpfungsnetzwerken und dynamische Effekte über mehrere Produktnutzungszyklen hinweg. Konventionelle, statische Finanzplanungen stoßen hier schnell an Grenzen, da sie Unsicherheiten häufig nur vereinfacht abbilden oder auf feste Annahmen reduzieren.
Die Veranstaltung gibt einen Überblick über typische Herausforderungen und bietet eine Einführung in die Logik simulationsbasierter Entscheidungsunterstützung. Sie erfahren, wie unsichere Einflussgrößen wie Rücklaufquoten, Wiederaufbereitungsraten, Preise, Mengenentwicklungen oder Logistikkosten in finanzielle Bewertungen integriert werden können, um am Ende zu einer fundierten Entscheidung zu gelangen.
Das Programm
| 15:00 Uhr | Begrüßung Lisa Petzke, Heinz Nixdorf Institut |
| 15:05 Uhr | Green.Case: Lohnt sich Kreislaufwirtschaft? Das KI-Tool aus dem it’s OWL Projekt GoProZero Lisa Petzke, Heinz Nixdorf Institut |
| 15:20 Uhr | WWF Deutschland Rebecca Tauer, WWF Deutschland |
| 15:35 Uhr | Wago GmbH & Co. KG Sina-Marie Schneider, Wago GmbH & Co. KG |
| 15:50 Uhr | Denios SE Udo Roth, Denios SE |
| 16:05 Uhr | Q&A & Abschluss Christian Spork, InnoZent OWL e. V. |
