Internationale MINT-Talente in OWL halten: it’s OWL unterstützt Bündnis für Berufseinstieg

Internationale MINT-Studierende sind eine wichtige Chance für den Wirtschaftsstandort OstWestfalenLippe. Damit aus einem Studium in der Region häufiger ein Berufseinstieg in regionalen Unternehmen wird, startet die Universität Paderborn gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung das Projekt MINTconnect2OWL. Auch it’s OWL ist Teil des Verbunds. Ziel ist es, internationale Studierende früher mit Unternehmen zu vernetzen und den Übergang in den Arbeitsmarkt besser zu begleiten.

Gut ausgebildete Fachkräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind für viele Unternehmen in OstWestfalenLippe entscheidend. Gleichzeitig ist der Weg vom internationalen Studium in ein regionales Unternehmen nicht immer selbstverständlich. Studierende brauchen früh Orientierung, Kontakte in die Praxis und verlässliche Informationen zu Arbeit, Aufenthalt, Wohnen und Bewerbung. Unternehmen wiederum müssen sichtbarer machen, welche Einstiegsmöglichkeiten sie internationalen Talenten bieten.

Genau hier setzt das neue Verbundprojekt MINTconnect2OWL an. Die Universität Paderborn hat sich gemeinsam mit Partnern aus der Region im Programm „Leuchttürme MINTernational“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft durchgesetzt. Über zwei Jahre erhält das Vorhaben eine Förderung in Höhe von 50.000 Euro. Ziel ist es, internationale MINT-Studierende besser mit Unternehmen, Behörden und Unterstützungsangeboten in OstWestfalenLippe zu verbinden – vom Studienstart bis zum Berufseinstieg.

Aus dem Studium schneller in die Praxis

MINTconnect2OWL will den Übergang internationaler Studierender in den regionalen Arbeitsmarkt systematischer gestalten. Dafür sollen sie entlang ihres Studienverlaufs begleitet werden. Geplant sind unter anderem Webinare, Praxisevents, Unternehmensvorstellungen und Beratungsangebote. So sollen Studierende früh erfahren, welche beruflichen Möglichkeiten ihnen in OWL offenstehen und welche Unternehmen nach technischen Fachkräften suchen.

Für Unternehmen entsteht daraus ein konkreter Mehrwert: Sie können internationale Studierende früher kennenlernen, Karrierewege sichtbarer machen und Kontakte aufbauen, bevor der Berufseinstieg ansteht. Gerade technologieorientierte Unternehmen in OWL profitieren davon, wenn Studierende mit MINT-Kompetenzen langfristig in der Region bleiben.

Ein regionales Bündnis für bessere Übergänge

Die Stärke des Projekts liegt im Zusammenspiel der Partner. Die Universität Paderborn bringt mit dem International Office, dem SICP – Software Innovation Campus Paderborn und internationalen Hochschulkooperationen wichtige Strukturen ein. Hinzu kommen regionale Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung, Arbeitsmarkt und Gesundheitswesen.

Zum Kernteam gehören die Universität Paderborn mit dem SICP, die OstWestfalenLippe GmbH, die Agentur für Arbeit Paderborn, die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld, die Techniker Krankenkasse, die it’s OWL Clustermanagement GmbH, der Kreis Paderborn, die Stadt Paderborn und die Wirtschaftsförderung Paderborn.

Für it’s OWL ist die Beteiligung vor allem deshalb relevant, weil das Projekt an einer zentralen Zukunftsfrage der Region ansetzt: Wie können internationale MINT-Studierende nach ihrem Abschluss leichter berufliche Perspektiven in OstWestfalenLippe finden? Als Technologienetzwerk ist it’s OWL Teil eines regionalen Ökosystems, in dem Hochschulen, Unternehmen und weitere Institutionen gemeinsam daran arbeiten, den Standort zu stärken.

Erfahrung mit internationalen Talenten

Daran kann it’s OWL aus bestehenden Formaten anknüpfen. Mit der International Fall School hat das Technologien-Netzwerk bereits internationale Nachwuchskräfte mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus OWL zusammengebracht. Studierende und Young Professionals erhalten dabei Einblicke in industrielle Anwendungen, lernen regionale Unternehmen kennen und erleben, welche beruflichen Perspektiven die Region bietet.

MINTconnect2OWL führt diesen Gedanken strukturell weiter: Internationale Studierende sollen nicht erst am Ende ihres Studiums mit dem Arbeitsmarkt in Kontakt kommen, sondern deutlich früher Orientierung, Praxiseinblicke und Ansprechpartner in der Region finden.

Talent Hub OWL bündelt Informationen

Ein wichtiger Baustein des Projekts ist der geplante Talent Hub OWL. Die mehrsprachige digitale Plattform soll Beratungs- und Kommunikationsangebote bündeln und internationale Studierende leichter zu passenden Informationen führen. Themen sind unter anderem Aufenthalt, Wohnen, Arbeit, Bewerbung und regionale Einstiegsmöglichkeiten.

Außerdem wird die Techniker Krankenkasse mit dem Chatbot „sayHELLO“ eingebunden. Er soll internationale Studierende beim digitalen Onboarding unterstützen, insbesondere bei Gesundheits- und Versicherungsfragen. Damit werden praktische Hürden adressiert, die den Übergang in Studium, Alltag und späteren Berufseinstieg erschweren können.

Mehr Sichtbarkeit für Karrierewege in OWL

MINTconnect2OWL baut auf bestehenden Erfahrungen aus dem DAAD-geförderten Projekt InRegioFIT auf. Dort wurden bereits Strukturen geschaffen, um Informationen zu Aufenthalt, Wohnen und Arbeit besser zwischen Hochschule, Verwaltung und Wirtschaft zu verzahnen. Das neue Projekt entwickelt diesen Ansatz weiter und richtet ihn noch stärker auf den späteren Arbeitseinsatz in der Region aus.

Für OWL entsteht damit die Chance, internationale MINT-Studierende langfristig für die Region zu gewinnen. Die Auswahl als Modellregion zeigt, dass OstWestfalenLippe bei der Zusammenarbeit von Hochschule, Wirtschaft und Verwaltung bereits über tragfähige Strukturen verfügt. MINTconnect2OWL soll diese Strukturen weiter ausbauen – damit internationale Studierende in der Region nicht nur studieren, sondern hier auch berufliche Perspektiven finden.

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