Hannover Messe 2026: it’s OWL zeigt KI für effizienteres Engineering

Wie Künstliche Intelligenz Entwicklungsarbeit in Unternehmen erleichtern kann, zeigt das Technologienetzwerk it’s OWL auf der Hannover Messe 2026. Gemeinsam mit dem Leistungszentrum Engineering Automation präsentiert it’s OWL vom 20. bis 24. April auf dem NRW-Gemeinschaftsstand in Halle 13, Stand C14, mehrere Demonstratoren und Live-Demos. Gezeigt werden Anwendungen, die Abläufe im Engineering vereinfachen, Wissen besser verfügbar machen und Nachhaltigkeit früher in Entwicklungsentscheidungen einbeziehen.

„Die Hannover Messe ist eine wichtige Plattform, auf der wir it’s OWL national und international als Vorreiter für die Transformation der Industrie positionieren. Gleichzeitig können wir die Region Ostwestfalen-Lippe als Hightech-Standort mit attraktiven Arbeitskräften in Wirtschaft und Wissenschaft profilieren. Wir rechnen mit einem hohen Interesse von Expert:innen aus Unternehmen, aber auch aus Wissenschaft und Politik“, erläutert Wolfgang Marquardt, Geschäftsführer OWL GmbH und Mitglied der Geschäftsleitung von it’s OWL.

Im Zentrum des Messeauftritts steht das Leistungszentrum Engineering Automation. Dort entwickeln Partner aus Industrie und Forschung KI-gestützte Assistenzlösungen für typische Aufgaben in der Produktentwicklung.

Die Idee ist einfach: Die Unterstützung soll dort stattfinden, wo Engineering-Teams ohnehin arbeiten, also in den Programmen, mit denen Anforderungen beschrieben, Modelle gepflegt und Informationen dokumentiert werden. So soll KI Routinearbeit abnehmen, Wissen schneller auffindbar machen und Entscheidungen im Engineering besser vorbereiten, bevor sie später teuer werden.

Wer ist noch aus Ostwestfalen-Lippe auf der Messe?

Aus dem it’s OWL Netzwerk sind die Unternehmen Beckhoff, DMG Mori, Harting, NTT Data Business Solutions, Phoenix Contact und der Software Innovation Campus der Universität Paderborn auf der Hannover Messe vertreten.

Wenn ein Cobot bei der Einrichtung unterstützt

Wie KI konkret unterstützen kann, zeigt ein physischer Demonstrator zur Cobot-Konfiguration. Ein Cobot ist ein Roboter, der so ausgelegt ist, dass er sicher mit Menschen zusammenarbeiten kann. Der Cobot demonstriert Pick-and-Place-Aufgaben, also das Greifen und Ablegen von Bauteilen.

Im Fokus steht die Frage, wie sich Konfigurationsschritte beschleunigen lassen, wenn Nutzeranweisungen, etwa über natürliche Sprache, mit Informationen aus dem Arbeitsbereich des Roboters kombiniert werden. Die KI trifft dabei keine finalen Entscheidungen. Sie unterstützt bei der Vorbereitung und führt durch die notwendigen Schritte. Die Ausführung bleibt an Freigaben gekoppelt, der Mensch behält die Kontrolle über relevante Schritte. So wird sichtbar, worum es bei Engineering Automation geht: weniger Parametrieraufwand, schnellere Inbetriebnahme und klarere Übergaben zwischen Entwicklung und Betrieb.

Vorträge und Führungen von it’s OWL auf der Hannover Messe

Auf unserer Veranstaltungsseite finden Sie alle Infos zu unseren Vorträgen und Führungen auf der Hannover Messe.  Sichern Sie sich jetzt Ihr kostenloses Ticket und besuchen Sie uns in Halle 13, Stand C14.

KI-Live-Demos: Von Anforderungen bis Varianten

Ergänzend zeigt it’s OWL Live-Demos zu KI-Copiloten im Engineering. Dazu gehört ein KI-gestütztes Requirements Management, das beim Strukturieren und Klären technischer Anforderungen unterstützt und Abstimmungsaufwände reduzieren kann. Außerdem zeigt it’s OWL, wie sich automatisierte Architekturvarianten in Systems-Engineering-Tools wie Cameo ableiten und vergleichen lassen, um Modellierungsarbeit zu beschleunigen.

Ebenfalls vorgestellt wird der Engineering Graph, ein Wissensnetz, das Entwicklungswissen über Anforderungen, Modelle, Dokumente und Entscheidungen hinweg kontextbezogen zugänglich macht. Ziel ist, Informationen schneller im Zusammenhang zu finden, statt lange nach dem ‚letzten Stand‘ zu suchen.

GoProZero verbindet Engineering mit Kreislaufwirtschaft

Engineering wird nicht nur automatisiert und schneller, es muss auch nachhaltiger werden. Regulatorische Anforderungen nehmen zu, Materialien werden knapper, und Kreislaufwirtschaft wird zur strategischen Aufgabe. Das it’s OWL Projekt GoProZero setzt genau dort an: Es unterstützt Unternehmen dabei, zirkuläre und ressourceneffiziente Produkte zu entwickeln, damit Nachhaltigkeit früh in Entwicklungsentscheidungen einfließen kann.

Denn neben Geschwindigkeit und Konsistenz im Engineering rückt auch die Frage in den Vordergrund, wie sich ökologische Auswirkungen bereits während der Entwicklung bewerten lassen. Um dieses Prinzip anschaulich zu machen, zeigt it’s OWL zusätzlich ein Exponat aus dem Forschungsumfeld.

Scheinwerfer macht frühe Nachhaltigkeitsbewertung greifbar

Aus dem Forschungsprojekt NALYSES zeigt it’s OWL einen prototypischen Scheinwerfer, der reparierbar und sortenrein recyclingfähig ist. Ergänzend kommt ein digitaler „grüner Zwilling“ zum Einsatz, der Entwicklungsdaten mit Methoden der Lebenszyklusanalyse verbindet. So lassen sich ökologische Auswirkungen bereits in frühen Entwicklungsphasen vergleichbar machen und Nachhaltigkeit als messbare Entscheidungsgröße in der Produktentwicklung verankern.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer IEM haben im Projekt NALYSES einen Scheinwerfer entwickelt, der reparierbar und sortenrein recyclingfähig. Foto: Fraunhofer IEM / Janosch Gruschczyk

Nachhaltigkeit im Engineering: „Grüner Zwilling“ am Beispiel Scheinwerfer

Zudem zeigt it’s OWL ein Exponat aus dem Forschungsumfeld: Im Projekt NALYSES entstand ein prototypischer Scheinwerfer, der reparierbar und sortenrein recyclingfähig ausgelegt ist. Begleitend kommt ein digitaler „grüner Zwilling“ zum Einsatz, der Entwicklungsdaten mit Methoden der Lebenszyklusanalyse verbindet, um ökologische Auswirkungen bereits in frühen Entwicklungsphasen vergleichbar zu machen.

Der Ansatz verdeutlicht, wie Nachhaltigkeit als messbare Entscheidungsgröße in der Produktentwicklung verankert werden kann.

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